Prírodná botanická záhrada

Lomnický štít

Die Staatswälder des Tatranationalparks öffneten den höchstgelegenen natürlichen botanischen Garten in der Slowakei. Die Hohe Tatra bietet den Besuchern auch während der Sommersaison unvergessliche Erlebnisse und magische Ausblicke. Touristen können so außer verschiedenen Attraktionen und Veranstaltungen auch die Schönheit und den Duft der Tatra-Pflanzen auf der Lomnitzer Spitze in der Meereshöhe von 2,634 Metern genießen. 

Dank Botanikern, die wertvolle Pflanzen auf dieser Stelle schon mehr als 50 Jahre lang studieren, können wir Ihnen nahe des Pfades auf der Bergspitze den höchstgelegenen natürlichen botanischen Garten in Europa vorstellen. Außer wunderschönen Ausblicken bietet die Lomnitzer Spitze auch eine Vielfältigkeit der Flora auf dem Gipfel, wo bisher über 100 Flechtenarten, 40 Moosarten und 1 Gefäßsporenpflanzenart entdeckt wurden. Was blühende Pflanzen angeht, auf dem Gipfel findet man 34 Arten, das heißt fast alle, die auf zehn höchsten Spitzen der Tatra über 2 600 Metern wachsen. Die Pflanzen sind nicht nur wunderschön, sondern auch wertvoll. Sie sind Relikte (Reste der Flora aus der letzten geologischen Periode) und 10 Arten sind endemisch (Endemiten kommen nur in bestimmten Gegenden vor und nirgendwo anders in der Welt), z.B. das Tatra-Löffelkraut (Cochlearia tatrae) wächst nur in der Tatra. 

Die sogenannte Vegetationsdecke ist von großer Bedeutung. Solche Pflanzen passten sich unglaublich den extremen Lebensbedingungen höherer Lagen an, wo sie zusammen mit Flechten und Moosen den Abfluss vom Regenwasser und tauendem Schnee verlangsamen und den Feuchtigkeitsregime des Bodens maßgebend regulieren. Es ist deshalb sehr wichtig sie zu schützen. 

Die Wende zwischen Juni und Juli ist die Zeit, wenn die meisten Pflanzen blühen und Besucher können sie in ganzer Pracht bewundern. Die, die auf die Lomnitzer Spitze später kommen, finden sie auf Informationstafeln abgebildet. Übersehen kann man bestimmt nicht z.B. atypische Endemiten wie Tatra-Löffelkraut (Cochlearia tatrae) und Karpaten-Steinbrech (Saxifraga carpatica), oder viele Moose und Flechten. Alle sind gegen lange Winter und kurze Sommer widerstandsfähig und wachsen auf den Felsen der Tatra.

Die ganze Schönheit kann man direkt von einer Aussichtsterrasse auf dem Gipfel der Lomnitzer Spitze beobachten und bewundern. Zur Terrasse gehört auch ein hängender Teil mit Gitterrost, der unvergessliche Ausblicke nicht nur um die Lomnitzer Spitze herum und ins Tal Malá Studená dolina bietet, sondern für die Mutigeren auch steil nach unten auf die Felsen der Tatra. Die Terrasse erträgt extreme Belastung, starken Wind und Raureif.

Fans der Tatra sollten sich also eine Besichtigung des höchstgelegenen natürlichen botanischen Gartens in Europa bestimmt nicht entgehen lassen. Er liegt direkt über den Wolken und ist mit einer Schwebebahn erreichbar. 

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